Der Giro-Favoritencheck

*****Mikel Landa

+ Die Vorbereitung: Etappensieg bei der Baskenland-Rundfahrt, Gesamtsieg beim Giro del Trentino. Dieser Mann hat eine Mission – den Giro-Sieg.
+ Mit Sky ein Team im Rücken, das ihn bedingungslos unterstützen wird.
+ Das Alter (26 Jahre) spricht für Landa.
+ Er stand schon im Vorjahr auf dem Podium.
Einziger Minuspunkt: Landa hat im Gegensatz zur Konkurrenz wenig Schlachterfahrung, wenn er mal in einer Leaderposition unter Druck gerät.

*****Alejandro Valverde

+ Valverde hat in den dreiwöchigen Rundfahrten eine unglaubliche Konstanz.
+ Mit Fahrern wie Carlos Alberto Betancur und Andrey Amador hat Valverde eine Bank im Hochgebirge an seiner Seite wie kaum ein anderer.
+ Der Minuspunkt von Landa ist ein Pluspunkt bei Valverde. Der Dauerbrenner stand bei 18 GrandTours am Start. Das könnte sich am Ende der Rundfahrt noch auszahlen.
Der letzte Punch: Mit 36 Jahren stand Valverde schon auf diversen GrandTour-Podien, doch für Platz eins fehlte ihm fast immer das gewisse Etwas.

***Tom Dumoulin

+ Seine Zeitfahrstärke: Im Auftaktzeitfahren, auf der 9. Etappe (40 Kilometer rund um Chianti) und beim Bergzeitfahren zur Seiser Alm dürfte der Niederländer der Konkurrenz einiges an Zeit abnehmen.
+ Substanz: Dumoulin ist der Prototyp eines Rundfahrers und dürfte sich mit den schlechten Witterungsbedingungen und der Länge des Giros sehr gut arrangieren.
Die Mannschaft: Sollte Dumoulin die Maglia Rosa im Hochgebirge verteidigen müssen, wird er ziemlich schnell blank sein. Die Helfer-Equipe von Giant-Alpecin taugt nicht für einen GrandTour-Sieg.
Die Form: Drei zweite Plätze sind Dumoulins beste Ergebnisse in dieser Saison. Haut es mit der Form zum Giro noch hin?

***Vincenzo Nibali

+ Renninstinkt und Mut: Kaum einer der großen Rundfahrer setzt so oft alles auf eine Karte wie Nibali. Der Sizilianer kann ein Rennen zudem sehr gut lesen und lässt sich nur sehr schwer aus der Ruhe bringen.
+ Heimspiel: Nibali ist der Held der Italiener, die Fans werden hinter ihm stehen. Ob das aber für den Gesamtsieg reicht?
+ Technische Fähigkeiten: Nibali kann abfahren wie kein anderer seiner Konkurrenten. Das könnte ihm in einer Krisensituation zugutekommen.
Formaufbau: Aus diesem Grund stufe ich Nibali hinter den anderen Cracks ein. Beim Giro del Trentino und auch bei Lüttich-Bastogne-Lüttich enttäuschte der Italiener. Bei seinem Giro-Sieg 2013 gewann er unter anderem den Trentino. Zudem lassen die aktuellen Bilder doch deuten, dass Nibali einige Pfunde zu viel auf den Rippen hat.

**Rigoberto Uran, Ilnur Zakarin, Esteban Chaves, Domenico Pozzovivo, Rafal Majka, Ryder Hesjedal, Steven Kruijswijk, Jean-Christophe Péraud, Sergey Firsanov

*Davide Formolo, Joe Dombrowski, John Darwin Atapuma, Joey Rosskopf, Bob Jungels, Igor Anton, Alexandre Geniez

Ein Gedanke zu „Der Giro-Favoritencheck

  1. Christian Hoff

    Ich bin auch wirklich gespannt, wie das Duell Greipel vs Kittel ausgeht. Eigentlich deuten ja alle Vorzeichen auf Kittel hin, er hatte das deutlich bessere Frühjahr was ja auch Greipel selbst sagt, aber meine Sympathien sind da sehr eindeutig und ich drücke Greipel sehr die Daumen, dass er das Ruder rumreissen kann.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.